Die FIFA hat kurz vor Beginn der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 doch noch einen TV-Deal für den chinesischen Markt abgeschlossen.
Laut SportsPro sicherte sich die staatliche China Media Group (CMG) die Übertragungsrechte für die kommenden Männer- und Frauen-Weltmeisterschaften bis 2031. Damit verhindert die FIFA einen möglichen TV-Blackout in einem ihrer wichtigsten internationalen Märkte nur wenige Wochen vor Turnierbeginn in Nordamerika. CMG betreibt unter anderem den Fernsehsender CCTV und erhält die exklusiven Free-TV-, Pay-TV- und Digitalrechte für China.
Dem Bericht zufolge soll der Vertrag rund 60 Millionen US-Dollar wert sein. Das liegt deutlich unter den ursprünglichen Forderungen der FIFA, die ursprünglich rund 300 Millionen US-Dollar angestrebt haben soll.
„Es ist eine große Freude, dass wir eine Vereinbarung mit CMG gefunden haben“, sagt FIFA-Generalsekretär Mattias Grafström. „Der chinesische Markt ist für die globale Fußballgemeinschaft von sehr großer Bedeutung.“
Die späte Einigung gilt dennoch als bemerkenswert, da CCTV Verträge für FIFA-Turniere üblicherweise deutlich früher abschließt, um ausreichend Zeit für Vermarktung und Promotion zu haben. Als Gründe für die langen Verhandlungen werden unter anderem die für chinesische Zuschauer ungünstigen Anstoßzeiten sowie die hohen Preisvorstellungen der FIFA genannt.
China zählt trotz der ausbleibenden sportlichen Qualifikation weiterhin zu den wichtigsten TV-Märkten der FIFA. Laut Angaben des Weltverbands erreichten Inhalte rund um die WM 2022 insgesamt 1,16 Milliarden Menschen in China. [...]