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IOC möchte sich beim Fußball der WM annähern

(c) GEPA pictures/ Bildbyran/ Johanna Saell

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) denkt über Veränderungen beim olympischen Fußballturnier nach. Ziel ist es, den Wettbewerb stärker an die Bedeutung und Struktur der Fußball-Weltmeisterschaft anzunähern.

Das erklärte IOC-Vizepräsident Juan Antonio Samaranch bei einer Veranstaltung in Madrid. Er bestätigte, dass bereits Gespräche mit dem Weltfußballverband FIFA geführt wurden. Beide Organisationen hätten unterschiedliche Interessen, seien jedoch zuversichtlich, in zentralen Fragen Fortschritte erzielen zu können. „Wir wollen, dass der Männerbewerb stärker der Weltmeisterschaft ähnelt“, sagte Samaranch.

Bereits in den vergangenen Jahren wurden Anpassungen am olympischen Fußballturnier vorgenommen. Bei den Spielen in Paris 2024 wurde das Männerturnier von 16 auf 12 Teams reduziert. Gleichzeitig wächst die Bedeutung des Frauenfußballs: Bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles wird das Teilnehmerfeld im Frauenbewerb von 12 auf 16 Teams erweitert.

Derzeit unterscheidet sich das olympische Männerturnier deutlich von der Weltmeisterschaft. In der Regel dürfen nur Spieler unter 23 Jahren teilnehmen, ergänzt durch maximal drei ältere Spieler pro Team. Bei der kommenden Weltmeisterschaft wird hingegen ein Rekordteilnehmerfeld von 48 Mannschaften erwartet.

Nicht alle Stimmen im Fußball unterstützen eine stärkere Aufwertung des olympischen Turniers. Javier Tebas, Präsident der spanischen Profiliga LaLiga, warnte vor zusätzlichen Belastungen für Spieler und Vereine. Eine stärkere Bedeutung des olympischen Fußballs würde „den Kalender weiter überladen, die Einnahmen der Klubs reduzieren und die Erholungszeiten der Spieler beeinträchtigen“, sagte Tebas.

Samaranch räumte ein, dass während der Olympischen Spiele traditionell andere Sportarten wie Leichtathletik, Schwimmen oder Turnen im Mittelpunkt stehen. Gleichzeitig betonte er jedoch die wirtschaftliche Bedeutung des Fußballs: „Beim Ticketverkauf und beim wirtschaftlichen Effekt ist Fußball die größte Sportart.“

Darüber hinaus sprach Samaranch über mögliche strukturelle Veränderungen bei zukünftigen Spielen. Das olympische Programm werde laufend überprüft und weiterentwickelt. Bereits ab Juni dieses Jahres wolle das IOC bekanntgeben, wie der aktuelle Wettbewerbskalender künftig bewertet und angepasst werden soll. [...]

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