Die britische Regierung treibt ihre Überlegungen zur Einschränkung von Sport-Sponsoring durch nicht lizenzierte Glücksspielanbieter weiter voran. Neben einer Konsultation rückt nun auch die bestehende Regelungslücke in der Premier League stärker in den Fokus.
Die britische Regierung will Sport-Sponsoring durch Glücksspielanbieter ohne Lizenz im Vereinigten Königreich deutlich einschränken. Das zuständige Kulturministerium kündigte am 23. Februar 2026 eine Konsultation im Frühjahr an - sportsbusiness.at hat berichtet. Ziel ist es, ein mögliches Verbot entsprechender Sponsoring-Vereinbarungen zu prüfen und den illegalen Markt einzudämmen.
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Dabei steht dabei insbesondere die Präsenz nicht lizenzierter Anbieter im Profisport im Zentrum der Debatte. Die Regierung argumentiert, dass unregulierte Unternehmen nicht denselben Prüfungen unterliegen wie Anbieter mit Lizenz der britischen Glücksspielkommission. Genannt werden unter anderem fehlende Kontrollen zur finanziellen Belastbarkeit von Spielern, Defizite bei Vorgaben für verantwortungsvolle Werbung sowie Risiken in den Bereichen Datenschutz, Betrug und Geldwäsche.
Kulturministerin Lisa Nandy erklärte, Fans müssten sich darauf verlassen können, dass beworbene Wettangebote reguliert seien und über „die richtigen Schutzvorkehrungen“ verfügten. Es sei problematisch, wenn unlizenzierte Anbieter große Clubs sponsern und dadurch ihr Profil schärfen könnten.
Ein zusätzlicher Aspekt betrifft die freiwillige Selbstverpflichtung der Premier League, Glücksspielwerbung auf der Trikotfront bis zum Ende der Saison 2025/26 zu beenden. Diese Regelung greift jedoch nicht bei anderen Werbeflächen wie Ärmel-Logos oder weiteren kommerziellen Partnerschaften. Genau diese Lücke soll im Rahmen der angekündigten Konsultation überprüft werden.
Rechtlich bewegen sich Clubs derzeit nicht zwingend außerhalb des gesetzlichen Rahmens, sofern [...]