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Deutscher Profifußball übertrifft erstmals die Sechs-Milliarden-Euro-Marke

(c) GEPA pictures/ Witters/ Markus Fischer

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Der deutsche Profifußball hat in der Saison 2024/25 wirtschaftlich neue Höchstwerte erreicht. Erstmals erzielten Bundesliga und 2. Bundesliga gemeinsam mehr als sechs Milliarden Euro Umsatz. Gleichzeitig stiegen Steuereinnahmen, Beschäftigtenzahlen und die Zahl der wirtschaftlich profitablen Klubs weiter an.

Wie aus dem DFL-Wirtschaftsreport 24/25 hervorgeht, erwirtschafteten die 36 Vereine und Kapitalgesellschaften der Bundesliga und 2. Bundesliga Erlöse in Höhe von insgesamt 6,33 Milliarden Euro. Gegenüber der Vorsaison entspricht das einem Plus von 461,2 Millionen Euro beziehungsweise 7,9 Prozent. Daraus resultierte ein operativer Gesamtgewinn von 271,5 Millionen Euro.

Die Bundesliga überschritt dabei erstmals die Fünf-Milliarden-Euro-Schwelle. Die Erlöse der 18 Erstligisten stiegen auf 5,12 Milliarden Euro, ein Zuwachs von 6,7 Prozent. Auch die 2. Bundesliga setzte ihren Wachstumskurs fort und erhöhte ihre Einnahmen auf 1,21 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 13,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Parallel zur Umsatzentwicklung verbesserte sich die wirtschaftliche Lage vieler Klubs weiter. In der Bundesliga erzielten 13 Vereine einen Gewinn, in der 2. Bundesliga waren es 15. Auf EBITDA-Basis wiesen nahezu alle Klubs beider Ligen positive Ergebnisse aus. Das Eigenkapital der Bundesligisten stieg erstmals über die Marke von zwei Milliarden Euro und lag bei 2,17 Milliarden Euro. Alle 18 Erstligisten verfügten über positives Eigenkapital.

Auch die öffentlichen Haushalte profitierten vom Wachstum. Rund 1,7 Milliarden Euro flossen in Form von Steuern und Abgaben an Staat und Sozialversicherung. In den vergangenen zehn Spielzeiten summierten sich diese Zahlungen auf mehr als 14 Milliarden Euro. Zudem erreichte die Beschäftigung im Umfeld des Profifußballs einen neuen Höchststand. Insgesamt waren 64.122 Menschen direkt oder indirekt bei Klubs und deren Tochtergesellschaften tätig, ein Anstieg um 3,9 Prozent.

Ein wesentlicher Treiber der wirtschaftlichen Entwicklung blieb das hohe Zuschauerinteresse. Mit nahezu 21 Millionen verkauften Tickets wurde in der Saison 2024/25 ein neuer Rekordwert erzielt.

Ligapräsident Hans-Joachim Watzke betont die gesellschaftliche Dimension der Zahlen: „Der Fußball führt Menschen über alle Unterschiede und Grenzen hinweg zusammen und schafft gemeinsame Erlebnisse. Auch das wirtschaftliche Wachstum der Bundesliga und 2. Bundesliga – mit erneuten Umsatzrekorden – hat einen positiven gesellschaftlichen Effekt.“

DFL-Geschäftsführer Marc Lenz verweist auf die Bedeutung wirtschaftlicher Stabilität: „Mit seinem ausgewogenen Einnahme-Mix und einer rationalen Mittelverwendung wahrt der deutsche Profifußball die – gerade angesichts internationaler Dynamik – immer schwierigere Balance aus sportlicher Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftlicher Stabilität.“

Auch Steffen Merkel ordnete die Entwicklung ein: „Rekorderlöse im Profifußball sind kein Selbstzweck. Sie sind Ausdruck der großen gesellschaftlichen Popularität des Fußballs und zugleich ein wichtiger Baustein für nachhaltige wirtschaftliche Stabilität.“

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