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Übernahmekampf um Warner Bros. spitzt sich zu: Paramount bringt sich erneut ins Spiel

(c) IMAGO | Hanno Bode

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Lange sah es so aus, als hätte Netflix den Zuschlag für Warner Bros. Discovery (WBD) sicher. Doch nun verschiebt sich die Lage erneut: Paramount Skydance legt ein höheres Angebot vor und bringt neue Dynamik in den Bieterprozess.

Der Streaminganbieter hatte am Freitag die geplante Übernahme für rund 83 Milliarden US-Dollar verkündet. Der Deal sollte innerhalb von zwölf bis 18 Monaten abgeschlossen werden.

Paramount bewertet WBD nun mit 108,4 Milliarden US-Dollar und fordert die Aktionäre auf, das „überlegene Barangebot“ zu prüfen. Während Netflix sich laut Medienberichten nur für die Studio- und Streamingsparte interessiert und die Fernsehsender vorab ausgegliedert werden sollten, will Paramount das Gesamtunternehmen übernehmen –inklusive CNN, TNT, TBS und Discovery.

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Das neue Angebot wurde an mehreren Punkten angepasst. Große internationale Geldgeber, deren Beteiligung zuvor für Kritik gesorgt hatte, sollen nun auf Mitspracherechte verzichten. Auch der chinesische Technologiekonzern Tencent ist nicht mehr Teil des Konsortiums. Paramount bezeichnete die Netflix-Offerte als „minderwertig und unsicher“. CEO David Ellison betonte gegenüber dem Sender CNBC, man wolle „zu Ende bringen, was wir begonnen haben“.

Eine zusätzliche politische Komponente erhält die Übernahmeschlacht durch den deutlichen Widerstand von US-Präsident Donald Trump. Er kündigte an, den Netflix-Deal prüfen zu wollen und verwies auf mögliche Probleme aufgrund der Marktgröße des Streaminganbieters. Beobachter sehen jedoch auch eine Verbindung zu CNN, das Trump wiederholt kritisiert hat. Larry Ellison, Vater von Paramount-Chef David Ellison und langjähriger Trump-Vertrauter, unterstützt das Paramount-Angebot.

Für Paramount geht es auch um strategische Bedeutung: Der Konzern, dessen Streamingdienst Paramount+ bislang deutlich hinter Netflix liegt, würde durch den Kauf schlagartig zu einem der größten Player am Markt aufsteigen. Netflix käme im Falle eines Zusammenschlusses auf rund 430 Millionen globale Abonnements – ein Szenario, das auch Analysten kritisch bewerten.

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