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ITV in Gesprächen über möglichen Verkauf des TV-Geschäfts an Sky

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Wie die BBC berichtet, befindet sich der britische Fernsehsender ITV in „vorläufigen“ Verhandlungen über den Verkauf seines Fernsehgeschäfts an Sky.

Der mögliche Deal, dessen Wert mit rund 1,6 Milliarden Pfund beziffert wird, könnte die britische Medienlandschaft nachhaltig verändern. Im Zentrum der Gespräche steht die TV- und Streaming-Sparte von ITV, zu der auch der Streamingdienst ITV X gehört. Nicht betroffen wäre die Produktionssparte ITV Studios, die Formate wie Love Island oder Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! produziert. Laut Branchenexperten könnte eine Trennung der beiden Bereiche jedoch dazu führen, dass ITV künftig um eigene Inhalte konkurrieren müsste.

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Sky gehört zum US-Medienkonzern Comcast, der unter anderem NBCUniversal, CNBC, DreamWorks Animation und den Streamingdienst Peacock betreibt. Medienanalyst Ian Whittaker sagte im BBC-Radioprogramm Today, eine Fusion von Sky und ITV würde rund 70 Prozent des britischen TV-Werbemarktes kontrollieren. Das wäre eine Größenordnung, die normalerweise regulatorische Bedenken auslösen würde. Angesichts des wachsenden Drucks durch Streaminganbieter wie Netflix und Disney+ könne eine Übernahme aber auch als „Rettungsmaßnahme“ betrachtet werden.

Auch der ehemalige ITV-Vorsitzende Sir Peter Bazalgette äußerte sich in der BBC-Sendung und sprach von einem „logischen Schritt“ in einem Umfeld, in dem traditionelle TV-Sender zunehmend unter wirtschaftlichem Druck stehen.

Wandel im Medienkonsum – auch bei Sportveranstaltungen

Parallel zu den Fusionsgesprächen weist die BBC auf den Wandel im britischen Medienkonsum hin: Laut der Aufsichtsbehörde Ofcom ist YouTube mittlerweile nach der BBC der zweitmeistgenutzte Mediendienst des Landes. Große Live-Sportveranstaltungen könnten künftig verstärkt auf Streamingplattformen stattfinden, da Rechtehalter wie die UEFA neue Erlösquellen im digitalen Bereich erschließen wollen.

Die ITV-Aktie stieg nach Bekanntwerden der Gespräche um 15 Prozent auf rund 78 Pence, bleibt damit aber weit unter früheren Höchstwerten. Analysten bezeichnen ITV Studios weiterhin als „das Juwel im Unternehmen“, während das lineare Fernsehgeschäft zunehmend unter Druck steht.

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