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Garmin sieht sich Patentklage von Strava gegenüber

(c) Canva / Pixabay

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Der Wearable-Hersteller Garmin ist von der Fitnessplattform Strava wegen angeblicher Patentverletzungen verklagt worden.

In der am 30. September eingereichten Klage wirft Strava dem Technologieunternehmen Garmin vor, ohne Genehmigung proprietäre Funktionen wie Segmente und Heatmaps übernommen und damit gegen eine Kooperationsvereinbarung aus dem Jahr 2015 verstoßen zu haben.

Strava bezieht sich dabei auf zwei Patente – eines zu zeitbasierten Leistungsabschnitten („Segments“) und eines zu Aktivitätskarten („Heatmaps“), die auf beliebten Routen basieren. Laut der Beschwerde habe Garmin diese Technologien in eigene Tools wie „Trendline Popularity Routing“ und „Garmin Segments“ integriert und damit über den vereinbarten Rahmen der Zusammenarbeit hinaus genutzt.

Garmin wird voraussichtlich argumentieren, dass vergleichbare Technologien bereits vor Stravas Patenten existierten und die Schutzrechte daher nicht gültig seien. Branchenbeobachter sehen den Konflikt auch als Ausdruck des Wettbewerbs um Kontrolle über das Nutzererlebnis und den Zugriff auf Trainingsdaten.

Beide Unternehmen betonen, dass die Synchronisierung zwischen Garmin-Geräten und Strava derzeit bestehen bleibt. Dennoch wirft der Rechtsstreit Fragen zur zukünftigen Integration auf – etwa in Bezug auf Segmentsichtbarkeit, Routenvorschläge oder API-Zugänge für Drittentwickler.

Die Auseinandersetzung gilt als möglicher Präzedenzfall für die Sport- und Fitnessbranche, in der Daten zunehmend an wirtschaftlicher Bedeutung gewinnen. Neben Garmin und Strava stehen auch andere Anbieter wie Apple, Fitbit und Whoop vor der Herausforderung, Innovation, Datenschutz und Wettbewerbsinteressen in Einklang zu bringen.

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