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FC St. Pauli: Genossenschaft erzielt über 18 Millionen Euro – Zeichnungsphase verlängert

Miriam Wolframm (li.) und Andreas Borcherding (re.) vom eG-Vorstand. (c) FC St. Pauli / Witters

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Der FC St. Pauli hat nach 60 Tagen eine erste positive Zwischenbilanz seiner Genossenschaftsinitiative gezogen: Über 14.500 Mitglieder haben bislang Anteile im Gesamtwert von mehr als 18 Millionen Euro gezeichnet.

Mit dem Modell setzt der FC St. Pauli auf demokratische Mitbestimmung und eine solidarische Finanzierung, eine in den Top-Ligen Europas einzigartige Herangehensweise. Das langfristige Ziel der Genossenschaft ist der Erwerb der Mehrheit am Millerntor-Stadion. Ab einer Summe von 20 Millionen Euro könnte die eG als Mehrheitseigentümerin auftreten.

Um die Potenziale weiter auszuschöpfen, verlängert die Genossenschaft die Zeichnungsfrist bis Ende März 2025. Das ursprüngliche Ziel von 30 Millionen Euro bleibt bestehen. „Die Genossenschaft ist ein Modell für die Zukunft des Vereins“, so Präsident Oke Göttlich.

Laut Fabian Gebert von „Genossenschaften Digital“ ist die FCSP eG die erfolgreichste Neugründung einer Genossenschaft der letzten Jahrzehnte. Insbesondere das neue Gesetz für digitale Zeichnungsprozesse, das seit Jänner in Kraft ist, soll in den kommenden Wochen die Erreichbarkeit weiterer Zielgruppen erleichtern. Bereits Mitte Jänner wird die digitale Zeichnung möglich sein.

Die Mehrheit der Mitglieder der Genossenschaft stammt aus dem direkten Umfeld des Millerntor-Stadions. Der Vorstand sieht darin die enge Verbindung des Vereins zum Viertel bestätigt, möchte aber durch digitale Kampagnen und bundesweite Aktionen weitere Fans und Sympathisant*innen erreichen.

Laut Miriam Wolframm, Vorstandsmitglied der Genossenschaft ist St. Pauli ein echter Stadtteilverein, bei dem sich die Menschen einbringen wollen. Gleichzeitig gebe es noch erhebliches Potenzial, insbesondere durch eine stärkere digitale Ansprache und Unterstützung durch Partner des Vereins.

Die Genossenschaft setzt auf ein demokratisches Prinzip, bei dem jedes Mitglied eine Stimme hat, unabhängig von der Anzahl der gezeichneten Anteile. „Demokratisch und solidarisch: Dies ist und bleibt der Kern dieser Idee“, betonte Göttlich. Bis Ende März will die Initiative mit weiteren Aktionen und einer verstärkten Ansprache neuer Zielgruppen das Finanzierungsziel weiter vorantreiben.

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